Wann besteht ein Bedarf für Schulbegleitung oder Integrationshilfe?

Eine Begleitung kann sinnvoll sein, wenn ein Kind im Kindergarten oder in der Schule dauerhaft Unterstützung benötigt, um am Alltag teilzunehmen.
Beispiele:
- Schwierigkeiten, dem Tagesablauf zu folgen
- Herausforderungen in sozialen Situationen
- Probleme mit Konzentration oder Aufgaben
- emotionale Belastungen oder Unsicherheiten
- körperliche Einschränkungen, die Assistenz benötigen
- Orientierungsschwierigkeiten in wechselnden Situationen
Eine Begleitung ist kein Stigma, sondern eine Hilfe zur Teilhabe und Entwicklung. Viele Kinder profitieren davon deutlich.
— ist uns wichtig zu sagen.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
- Der Unterstützungsbedarf ist regelmäßig und deutlich sichtbar.
- Die Einrichtung bestätigt, dass zusätzliche Hilfe notwendig ist.
- Eltern sehen einen klaren Bedarf.
- Eine Diagnose oder fachliche Einschätzung liegt vor (nicht immer zwingend).
Wie läuft der Weg zur Schul- oder Kindergartenbegleitung ab?
Erste Orientierung – ersetzt nicht die Entscheidung des Jugendamtes
- Gespräch mit Eltern und Einrichtung
Gemeinsame Einschätzung des Unterstützungsbedarfs. - Kontaktaufnahme mit Jugendamt oder Eingliederungshilfe
Kindergartenkinder: meist SGB IX, Schulkinder: SGB VIII oder SGB IX - Antrag stellen
Eltern stellen einen offiziellen Antrag auf Unterstützung. - Prüfung durch den Kostenträger
Das Amt prüft Berichte, Bedarf und Empfehlungen. - Bewilligung oder Rückfragen
Entscheidung über die Hilfe; ggf. zusätzliche Gespräche. - Auswahl eines Trägers
Eltern wählen einen Anbieter, z. B. Levitikus Individualhilfen. - Start der Begleitung
Abstimmung mit der Einrichtung und Beginn der Unterstützung.
Das fragen wir standardmäßig ab:
- Angaben zum Kind – Name, Alter, Einrichtung (Kindergarten/Schule), Klasse/Gruppe
- Wobei benötigt Ihr Kind Unterstützung? – Kurze Beschreibung der wichtigsten Bereiche (z. B. Orientierung, soziale Situationen, Konzentration, Aufgabenbewältigung)
- Welche Herausforderungen treten regelmäßig auf?
- Welche Stärken und Interessen hat Ihr Kind?
- Gibt es Diagnosen oder fachliche Einschätzungen? – Ja / Nein (freiwillig), falls ja: welche?
- Wurde bereits Kontakt zum Jugendamt oder Kostenträger aufgenommen? – Ja / Nein, falls ja: aktueller Stand
- Welche Rückmeldungen gibt es aus dem Kindergarten oder der Schule?
- Was wünschen Sie sich durch die Unterstützung für Ihr Kind? – Ziele aus Sicht der Eltern
Hinweis: Dieser Fragebogen dient nur einer ersten Orientierung und ersetzt nicht die Prüfung durch das Jugendamt oder die Eingliederungshilfe. Eine Bewilligung kann ausschließlich durch den zuständigen Kostenträger erfolgen.
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